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Presse

BAFF-PM, 28.7.2013: Das Dagegensein nicht verbieten!

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Der Verein Fortuna Köln hat einem Fanclub für das Regionalliga-Spiel gegen Alemannia Aachen am 26.07.2013 das Aufhängen von Bannern mit antirassistischer Botschaft verboten. Als Grund dafür wurde angegeben, dass man nicht provozieren, sondern ein „friedliches Fußballfest feiern“ wolle. Konkret ging es um Fahnen mit der Aufschrift "Fight Racism" und "Kein Fußball den Faschisten".

Aachen: Der rechte Konsens setzt sich am Tivoli durch

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BAFF fordert den Verein Alemannia Aachen auf, endlich seinen Lippenbekenntnissen Taten folgen zu lassen und ein engagiertes Vorgehen gegen rechtsradikale und faschistische Gruppen im Stadion zu entwickeln!

Die antirassistische Ultragruppe „Aachen Ultras“ (ACU) will bis auf Weiteres keine weiteren Spiele ihres Vereins Alemannia Aachen besuchen. Dies ist die Konsequenz aus nicht abreißenden gewalttätigen Übergriffen von rechten Fans und Hooligans innerhalb der Aachener Fanszene sowie der Tatenlosigkeit des Vereins und der restlichen Aachener Fans.

Auch am vergangenen Samstag kam es beim Pokalspiel bei Viktoria Köln zu Beginn des Elfmeterschießens zu einem Angriff von der durch rechte Personen durchsetzten Aachener Ultragruppe „Karlsbande Ultras“ auf den Block der ACU. Die anwesende Polizei ging dabei unverständlicherweise mit Schlagstock und Pfefferspray auf die angegriffene Gruppe los, anstatt sich um die Aggressoren zu kümmern.

 

Jener Angriff reiht sich ein in eine lange Liste von politisch motivierten Gewaltaktionen gegen die Aachen Ultras durch Nazis und die mit ihnen sympathisierenden Personen aus den Gruppierungen Karlsbande Ultras, Alemannia Supporters und Westwall Aachen. Selbst im privaten Wohnbereich von ACU-Mitgliedern schreckten dieselben rechten Personengruppen vor gewalttätigen Übergriffen nicht zurück.

Polizei außer Rand und Band? (PM BAFF)

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Das Bündnis aktiver Fußballfans ist besorgt über den Anstieg der Verletzten in der zurückliegenden Saison 2011/2012, wie er durch die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) gestern durch Vorlage des ZIS-Jahresberichtes dargelegt wurde.

Laut dem ZIS-Jahresbericht lag die Anzahl der Verletzten in der Saison 2011/2012 mit 1.142 über der Anzahl der Vorsaison, in der 846 Personen im Zusammenhang mit den Spielaustragungen verletzt worden sind.

Die 1.142 Personen werden von der ZIS wie folgt aufgeschlüsselt:

235 verletzte Polizeibeamte - Vorsaison 243

393 „Unbeteiligte“ (wer immer das ist – unbeteiligt im Pfefferspraynebel z.B.) - Vorsaison 344

514 Fußballfans (Im ZIS-Bericht als „Störer“ bezeichnet) - Vorsaison 259

Während es bei den Polizeibeamten zu einem geringen wie erfreulichen Rückgang der Verletztenzahlen kam, musste bei den „Unbeteiligten“ eine leichte Steigerung der Verletzten verzeichnet werden.

Besonders herausragend ist aber, dass fast doppelt so viele Fußballfans (im ZIS-Bericht als Störer tituliert) verletzt wurden wie in der vorherigen Saison. Und dies sicher nicht etwa durch Unfälle auf nicht gestreuten Stadionwegen oder Ähnlichem, sondern durch Fremdeinwirkung. Es ist zu befürchten, dass die meisten dieser Personen bei Polizei- und Ordnereinsätzen Schaden nahmen.

Deshalb unsere Frage:

- Gegen wie viele der verletzten "Störer" wurden anschließend Strafverfahren eingeleitet?

- Wie viele "Störer" und "Unbeteiligte" wurden jeweils nicht durch andere "Störer" verletzt, sondern durch "Polizisten"?

- Wie viele Polizisten wurden nicht durch „Störer“, sondern durch eigene Kollegen verletzt (Pfeffersprayeinsätze)

- Ist also der Begriff „Störer“ vielleicht überhaupt nicht angemessen?

Uns macht die durch den ZIS-Jahresbericht dokumentierte und gestiegene Polizeigewalt große Sorgen.

Es liegt die Vermutung nahe, dass die Hysterie der Polizeigewerkschaften und mancher Innenminister, die den Fußball als Problem Nr. 1 entdeckt haben, davon ablenken soll, dass Neonazi-Mörder unter Beobachtung des Verfassungsschutzes zehn Menschen umbrachten und nun keine Woche vergeht, an dem Akten über diesen Skandal unerklärlicherweise zu Konfetti verarbeitet werden.

In einem Klima der Verteufelung von Fußballfans und Ultras, in dem Behauptungen verbreitet werden wie: „Bengalo = Gewalt“ oder „beim Fußball begibt man sich in Lebensgefahr“ werden Fußballfans zu Unrecht als Gewalttäter stigmatisiert und dementsprechend behandelt.

„Knüppel frei“ und „Pfefferspray, was die Dose hergibt“, so scheint das Motto zu lauten, welches man den Polizeibeamten mit auf den Weg zum Fußballeinsatz gibt. Passend dazu auch der Anstieg der Einsatzstunden der Polizei.

Mehr Einsatzstunden - mehr Polizei - mehr verletzte Fußballfans - im Umkehrschluss bedeutet dies, dass dringend die Polizeieinsatzkonzepte auf den kritischen Prüfstand gestellt werden müssen.

Erneuter rechter Angriff auf die Aachen Ultras
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Schluss damit! Sofort!


Zum wiederholten Male wurden die “Aachen Ultras“ am Dienstag nach
 einem
 Spiel ihres Teams in Saarbrücken Opfer eines gezielten und äußerst
 brutalen Angriffs rechter Gruppen aus der Aachener Fanszene. BAFF
 fordert alle Fans, den Verein sowie alle direkt oder indirekt
 beteiligten Institutionen auf, endlich klar Stellung zu beziehen
 und zu
 handeln. Schluss damit! Sofort!

Es geht hier nicht um einen Konflikt zwischen zwei Fangruppen. Es
 handelt sich um den politisch motivierten Versuch rechtsoffener,
 rechter
 und neonazistischer Kreise, eine ihnen missliebige, antirassistische
 Gruppierung mit der Hilfe von Gewalt mundtot zu machen, sie aus dem
 Stadion, der Fanszene und dem Umfeld der Alemannia zu vertreiben. Dies
 darf ihnen nicht gelingen!


BAFF-Pressemeldung: BAFF verurteilt Stadionverbot für Zivilcourage

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- PRESSEMITTEILUNG - PRESSEMITTEILUNG - PRESSEMITTEILUNG -

BAFF verurteilt Stadionverbote für Zivilcourage

Einige aktive Fans vom FSV Mainz 05 haben im vergangenen November
erfolgreich Zivilcourage gegen Neonazis gezeigt - und nun vom DFB gerade
dafür ein langjähriges Stadionverbot ausgesprochen bekommen.
Die Fans befanden sich auf dem Hinweg zum Bundesligaspiel 1. FC Köln gegen
den FSV Mainz 05 und trafen im Bahnhof Remagen dabei auf eine Gruppe
Neonazis, die ihrerseits auf dem Weg zu einer Neonazi-Kundgebung waren.
Bis zum Einschreiten der Polizei stellten sich die Mainzer Fans lautstark
und entschlossen den Nazis entgegen.

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