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QFF verabschiedet Resolution gegen Vergabe der WM 2022 nach Katar

QFF verabschiedet Resolution gegen Vergabe der WM 2022 nach Katar

Nach der Vergabe der Fußball- Weltmeisterschaft 2022 an Katar gab es viel Kritik an der Vergabepolitik der FIFA. Es sind zwar noch elf Jahr hin, doch diese Zeit sollte produktiv genutzt werden. Deshalb hat das Netzwerk der schwul- lesbischen Fanklubs bei ihrer letzten Tagung eine Resolution verabschiedet. Die einstimmig beschlossene Resolution wurde dem FIFA- Generalsekretär Jérome Valcke bereits überstellt. Die Queer Football Fanclubs (QFF) signalisieren gegenüber der FIFA zwar Gesprächsbereitschaft, fordern aber gleichzeitig dazu auf, dass bei zukünftigen Vergaben auf die gesetzliche Einhaltung der Menschenrechte in den Veranstalterländern geachtet wird. In Katar stellte das Gesetz Homosexualität unter Strafe. Als Zeichen, so schlägt QFF vor, sollte die FIFA  in ihren Statuten den Artikel 58, 1a u m die Ächtung von Homophobie ergänzen.

 

 

Wortlaut der Resolution:

Resolution der Queer Football Fanclubs zur Vergabe der

Fußball WM 2022 an Katar

Unter Hinweis auf die internationalen und europäischen Menschenrechtsverpflichtungen, wie sie in der UN-Menschenrechtskonvention und der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten niedergelegt sind und unter Hinweis auf Artikel 21 Absatz 1 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union, wonach Diskriminierungen wegen des Geschlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der ethnischen oder sozialen Herkunft, der genetischen Merkmale, der Sprache, der Religion oder der Weltanschauung, der politischen oder sonstigen Anschauung, der Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung verboten sind, verurteilt Queer Football Fanclubs als weltweit größte Homosexuellenvereinigung im Fußballfanbereich die Vergabe der Fußball- Weltmeisterschaften 2022 an Katar durch die FIFA aufs Schärfste.Da in Katar Homophobie durch das Strafgesetzbuch unterstützt wird und Homosexualität unter Strafe steht (Bestrafung durch Haft bis zu 5 Jahren möglich), empfindet Queer Football Fanclubs die Vergabe an diesen Staat als Austragungsort für Weltfußballspiele als Ausgrenzung schwuler und lesbischer Fußballfans.Deshalb fordert Queer Football Fanclubs die FIFA auf, bei der zukünftigen Vergabe von Fußball- Weltmeisterschaften auch die Menschenrechtskonventionen zu berücksichtigen und damit ihren Teil für eine Kultur der Freiheit, Toleranz und Gleichheit unter den Menschen sowie in ihren Rechtsordnungen zu fördern.Ferner erwarten die Queer Football Fanclubs von der FIFA, dass teilnehmende schwule oder lesbische Fußballfans vor, während und nach den Spielen vor Aufhetzung und Gewalt geschützt sind und gewährleistet ist, dass ihnen derselbe Respekt, dieselbe Achtung und derselbe Schutz zuteil wird, wie den übrigen Teilnehmern der WM 2022.n>Bielefeld, 8. Januar 2011 Unterzeichnet von allen 19 in Bielefeld anwesenden Fanklubs, die im Netzwerk QFF vertreten sind.

 

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